Achtsamkeitsbasierte Selbsterfahrung nach Mösler/Poppek

Menschen in helfenden Berufen sollten über eine hohe psychische Stabilität und eine befriedigende Lebensqualität verfügen. Um dahin zu gelangen, brauchen sie die Auseinandersetzung mit sich selbst: Die eigene Psyche ist das wichtigste Handwerkszeug in der alltäglichen Praxis! Ohne die Kenntnis der eigenen Persönlichkeitsstruktur kann therapeutische Arbeit nicht gelingen. Deshalb ist die Selbsterfahrung ein zentraler Bestandteil in der Aus- und Weiterbildung und im Berufsleben von Menschen in helfenden bzw. therapeutischen Berufen.
Selbsterfahrung als therapeutisches Handwerk
Beim Ausbildungsbaustein „Selbsterfahrung“ geht es vor allem um die Bewusstmachung und Bearbeitung (im Sinne einer Verminderung) der eigenen „Verletzlichkeit“. Eine ausgeprägte persönliche Verletzlichkeit ist das größte Hindernis für aufrichtige und fruchtbare Beziehungen und damit in der Therapeuten-Klienten-Beziehung so gering wie möglich zu halten. Sind wir zum Beispiel verärgert, kann uns der beste Partner, der schönste Sonnenuntergang, das köstlichste Essen und die tollste Musik nicht mehr erfreuen, weil unsere Stimmung „verhagelt“ ist. Man kann sich vorstellen, wie unerfreulich es wäre, sich einem genervten oder beleidigten Psychotherapeuten anzuvertrauen. Sind wir verletzt, nehmen wir die Realität zudem unangemessen wahr.
Die Aufgabe von Selbsterfahrung ist also, für jedes Gruppenmitglied ausreichend Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen, damit es die mit der eigenen Verletzlichkeit verbundenen dysfunktionalen Sichtweisen und negativen Emotionen akut vermindern und die zugrundeliegenden, unangemessenen Sicht- und Wahrnehmungsweisen dauerhaft auflösen kann.
Diese Reduzierung von Hindernissen auf der Beziehungsebene zu sich selbst und Anderen wirkt sich natürlicherweise auf alle Beziehungen (Partnerschaften, Familienangehörige, Arbeitsbeziehungen und alle anderen Kontakte) aus. Hierdurch stellt sich bei den Teilnehmern bereits zu Beginn der Selbsterfahrung meist ein signifikanter Anstieg an Lebensqualität ein.
Mehr als 2100 Teilnehmende haben bereits die achtsamkeitsbasierte Selbsterfahrung nach dem Konzept von PD Dr. med. Thomas Mösler und Dr. med. Sandra Poppek-Herbst durchlaufen. Tatsächlich liegt der Prozentsatz von Teilnehmern, die unsere Selbsterfahrung auf Anhieb nicht erfolgreich absolvierten, mit 2,6% erfreulicherweise deutlich unter dem Mittel der anderen Institute, bei denen er nach der wohl aktuellsten Umfrage von Nodop mit rund 5% knapp doppelt so hoch lag wie am IFS. Niemand wird zurückgelassen!
Ihre Vorteile der Selbsterfahrung am IFS
- Sie erlangen alle von der Bundespsychotherapeutenkammer vorgeschlagenen Kompetenzen wie:
- berufliche Qualifikation (gesetzliche Bestimmungen)
- Aufdecken unbearbeiteter Störungsanteile/psychischer Störungen
- Steigerung der Empathie-Fähigkeit, der Interaktionskompetenz, der Introspektions-/Reflexionsfähigkeit
- wissenschaftlich nachgewiesene Burnout–Prophylaxe
Ein besonderer Vorteil unseres Zuganges ist der nachhaltig fruchtbare Umgang mit unseren stärksten Verletzlichkeiten – nämlich die Auseinandersetzung mit Alter, Krankheit und Tod. Die Beschäftigung mit diesem besonders vulnerablen Themenkomplex menschlichen Seins innerhalb unseres Selbsterfahrungsansatzes erlaubt es auch Menschen mit schwerwiegenderen gesundheitlichen Problemen bis hin zu lebensbedrohlichen Erkrankungen einen optimalen Umgang mit der persönlichen Situation zu erlernen.
Wir entwickeln und optimieren unser Konzept kontinuierlich in Anlehnung an Forschungsergebnisse und dem Feedback unserer Teilnehmer weiter.
Beginn der nächsten 6 Selbsterfahrungsgruppen:
- Beginn 09.10.2026 – Leitung: Dr. med. Sandra Poppek-Herbst
- Beginn 30.10.2026 – Leitung: Johanne Meiners und Melanie Grathwohl
- Beginn 14.11.2026 – Leitung: Katharina Rühl (PP) und Felix Arnold
- Beginn 27.11.2026 – Leitung: Katharina Rühl (KJP) und Dr. med. Sandra Poppek-Herbst
- Beginn 25.01.2027 – Leitung: Amanda Sandell und Stephanie Diemer
- Beginn 13.03.2027 – Leitung: Johanne Meiners und Katharina Rühl (PP)
Detaillierte Informationen zu den Selbsterfahrungsgruppen, zum Konzept und Buchungsoptionen finden Sie unter:
